Geschichte

Gründung

Die Schlaraffia ist entstanden aus einer Vereinigung von Schauspielern und Künstlern im Jahr 1859.
Ein Bürgerverein verwehrte einigen jungen Schauspielern, die am deutschen Theater in Prag gastierten, die Teilnahme. So entschlossen sie sich, einen Stammtisch zu gründen, bei dem sie Teile ihres Repertoires zum Besten gaben. Schnell schlossen sich diesem selbsternannten "Proletarierverein" andere Künstler aber auch Mitglieder anderer Stände an.
Durch übertrieben formelles Handeln wurde schon damals die bestehende Ordnung und Obrigkeit karikiert. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein festes Zeremoniell, das unser Spiel bis heute prägt. Auch entwickelten sich in vielen anderen Städten solche Vereinigungen (Reyche) und breiteten sich weltweit aus. Der Schwerpunkt liegt im deutschsprachigen Raum, sicher dadurch bedingt, dass die Schlaraffensprache in allen Reychen Deutsch ist.
Während der Nazizeit war Schlaraffia verboten weil die damaligen Machthaber offenbar teifes Mißtrauen um nicht zu sagen Angst vor diesen obrigkeitsverspottenden Vereinigungen hatte. Ähnlich verhielt es sich mit den Reychen in der damaligen DDR, auch hier fanden die Zusammenkünfte nur im Verborgenen statt und viele Reyche erloschen.
Heute zählt Schlaraffia weltweit etwa 11.000 Mitglieder in ca. 250 Reychen.